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Donnerstag, 15. August 2019

44. Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden 2019








"Willkommen im Riesling".

Für 10 Tage im Hochsommer ist die Innenstadt von Wiesbaden rund um das Rathaus das "Mekka" für alle Rieslingfreunde. Dort findet die Rheingauer Weinwoche nun bereits zum 44. Mal statt, in diesem Jahr vom 9. bis 18. August.

Für den Raum Mainz-Wiesbaden gibt es das Veranstaltungsticket, dieses Jahr für 4,70 Euro, mit dem man ganz einfach per Bahn und Bus anreisen kann. Und noch dazu einen Gutschein im Wert von 2,50 Euro für ein Glas Wein einlösen kann. Allerdings, die Busse der Linien 4 und 14 zwischen dem Hauptbahnhof Wiesbaden und dem Dern'schem Gelände sind seit Jahren sehr oft total überfüllt. Und diejenigen, die sich zuallerletzt noch in die bereits übervollen Busse quetschen müssen, haben ausgiebig Gelegenheit, den Umgang mit den Lichtschranken des Türschließmechanismus zu üben.
Ich könnte wetten, daß keiner der Verantwortlichen bei ESWE "Verkehr" in den letzten Jahren mal so eine Fahrt selbst miterlebt hat.

Aber wenn ich dann die Bushaltestelle am Dern'schen Gelände erreicht habe, wo der Strom der Aussteigenden und der der Einsteigenden sich chaotisch auf dem engen Gehweg vermischen, dann kann ich aufatmen und mich nach Überqueren einer letzten Straße nun den erfreulichen Dingen des Lebens widmen. Und im Vorbeigehen noch schnell die Autofahrer bemitleiden die mit ihren Karossen in 2 parallelen Schlangen in der Tiefgarageneinfahrt anstehen, um im Parkhaus noch einen Platz zu bekommen.

















Für mich auch stets wieder eine Freude, bei gutem Wein bestimmte Bands aus der Region "live" auf einer der drei Bühnen rund um das Rathaus zu erleben.







Nachfolgend Videos mit Eindrücken von den Auftritten einiger Musikgruppen:

Connatural:




Mallet:

Die Wiesbadener Rock-Urgesteine! Das Trio wird in wenigen Tagen sein 40-jähriges Bestehen feiern (24.08.2019). "Gut druff" sind sie auf jeden Fall noch!





Hier der Link zur Webseite von "Mallet".


Krüger Rockt!

Die Rock and Roll Band mit großer Show. Walt Bender zelebriert seine Schlagzeug Soli seit vielen Jahren, das erste Mal habe ich ihn dabei in Wiesbaden im Jahr 2011 aufgenommen.





Hier der Link zur Webseite von "Krüger Rockt!"


My Beat:




King Men:




Sinfonie:




Beat Box:

Von der Trio-Originalbesetzung der Beat Box war in diesem Jahr nur noch Volkmar Nägler am Schlagzeug dabei. Wollen wir mal eine Gedenkminute für den ehemaligen Bassisten Edu Jung einlegen. Und uns auch an den hervorragenden Sänger und Saxophonisten Waymond Harding erinnern, der viele Jahre beim Auftritt in Wiesbaden dabei war.






Wiesbadener Juristenband:




Schall und Rauch:

Montag, 5. November 2018

Mainz - Sommer im April!




Was für ein Wetter, fast eine Woche lang sommerlich warm, 26-29 Grad Celsius in Mainz. Und mehrere Tage toller blauer Himmel und pralle Aprilsonne. Dazu milde Nächte, T-Shirt-Wetter pur!

Spargel und Radieschen auf dem Wochenmarkt:







Und am Samstag, 21, April, tummelten sich wieder viele beim Mainzer Marktfrühstück. Allerdings, bei den Temperaturen war die Lust auf Alkohol doch deutlich gebremster als die Wochen davor.
Jedenfalls, morgens kurz nach 10 Uhr war die Situation noch recht übersichtlich.







Ein Wiesbadener in Mainz



Menschenmassen zwischen Fischtorstrasse und Rheinufer



Die wunderschön blühenden Bäume vor dem Haus zum Römischen Kaiser. Ein blühendes Dach über dem Stand der Mainzer Winzer.











(Dieser ursprünglich für April vorgesehene Blogbeitrag ist "hängengeblieben" und ich veröffentliche ihn erst nach 6 Monaten!)

Donnerstag, 12. April 2018

Die Generation "Head Down" und die Suff-City Besucherstrom Verwirbelungen




(Achtung Allergiker: der Text kann Spuren von Ironie enthalten!)

Schon in den letzten beiden Jahren platzte aufgrund des massenhaften Andrangs der alkohol-affinen jungen Generation das Mainzer Marktfrühstück bereits aus allen Nähten. Die "Alteingesessenen", meist der Ü50 Generation zugehörig, wurden durch die stark auf den Liebfrauenplatz drängenden U30 Migrationsströme sukzessive verdrängt, gaben ihre lieb gewonnene und gewohnte Sitzumgebung auf dem Liebfrauenplatz endgültig verloren und emigrierten ihrerseits nun in ihrer Not in Richtung Weinstand am Fischtorplatz.

Parallel dazu reifte der Gedanke bei der Stadt, man müsse die durchaus auch bei der Ausfahrt der Marktbeschicker nicht ungefährliche Situation auf dem Liebfrauenplatz "entzerren". Bei dieser Planung wurden zudem allem Anschein nach auch echte Experten hinzugezogen.

Das Ergebnis wurde dann von der Stadt kommuniziert, in einem riesen Schritt wurden auf dem Liebfrauenplatz der Kaffeewagen von Norden nach Süden und der Weinstand der Mainzer Winzer von Süden nach Norden verlagert. Der Weinstand sollte nun im Jahre 2018 besucherstrom-entwirbelnd direkt vor dem Haus zum römischen Kaiser (und damit in allernächster Nähe zur möglichen künftigen Baustelle für den Bibelturm) stehen.

Anbei zwei Bildschirmphotos von dieser Ankündigung (Auszug):




Quelle: Pressemeldung Stadt Mainz vom 17.11.2017: "Mainzer Marktfrühstück wird entzerrt"

Würde es also auch in 2018 nun zu den "Besucherstrom-Verwirbelungen" kommen?

Allem Anschein nach hatte sich allerdings - weitgehend unbemerkt von der Stadtverwaltung - auf dem Liebfrauenplatz in den letzten Jahren ein Besucherstrom-Verwirbelungsfeld aufgebaut, stabilisiert und eingenistet, gespeist aus tausenden via Internet verbunden Smartphones und ihren "humanen Endgeräten" mit gesenktem Kopf. Die junge Generation mit guter Kondition, stabilem Kreislauf und der neue Räume erobernden Bereitschaft, auch mal mehr zu trinken, ohne gleich einen Sitzplatz beanspruchen zu müssen.
Dieses interaktiv sich stabilisierende Feld erwies sich nun erstaunlicherweise als äußerst resistent gegenüber städtischer Planung. Und könnte sogar den geplanten sogenannten Bibelturm energetisch eliminieren. Der stünde nämlich, trotz gegenteiliger Äußerungen von Seiten der Stadt, dem gewohnten ungestörten Suffgeschehen auf dem Liebfrauenplatz im Weg.

Bereits das erste Marktfrühstück in 2018 am 24. März brachte einen alle Erwartungen übertreffenden Massenansturm und Besucherstrom-Verwirbelungen ungeahnten Ausmaßes mit sich. Nach den dunklen, grauen und nassen Wintertagen stürmten Tausende von jungen wein- und sonnenhungrigen Besuchern den Liebfrauenplatz und ab spätestens Mittag war die befürchtete Situation wieder da, ein Bacchanal in vollem Gange. Weite Teile des Liebfrauenplatzes wurden zu einer Ü35 No-Go Zone.

Zunehmend genervt ins Megaphon schreiende Ordnungskräfte versuchten dann 2 Stunden später ( Wochenmarktende um 14 Uhr), die Transporter und Lastwagen der Marktbeschicker durch die bereits auf dionysischen Frequenzen surfenden Alkoholfreunde zu navigieren. Das von dem Megaphon immer wieder ausgehende Sirenengeheul geriet zur Volksbelustigung und wurde von alkoholisierten Echokammern entlang des Weges aller Laster vielfach intoniert.

Eindrücke vom ersten Marktfrühstück in diesem Jahr am Samstag, 24. März 2018


















































Eindrücke vom zweiten Marktfrühstück am Samstag, 31. März 2018


Schönes Frühlingswetter, angenehm warm in der Sonne, aber kühler Wind.








Eindrücke vom dritten Marktfrühstück am Samstag, 07. April 2018


Bestes Frühlingswetter, 23 - 24 Grad Celsius im Schatten. Bei diesem Wetter gab es nun gar kein Halten mehr, der Weinkonsum verwirbelte die Besucherströme und die zerwirbelten Besucher standen ganz schön unter Strom.




















































































Schon fast als Randgruppe in ihrer eigenen Stadt durften sich die Marktbesucher auf dem Liebfrauenplatz und andere Stadtbesucher empfinden, die sich z.B. vor dem Lokal Hintz und Kuntz niederließen, um das tolle Frühlingswetter im Freien zu genießen. Für Freunde des "schnellen Schusses to go" war aber auch hier gesorgt.











16 Uhr. Der Weinausschank auf dem Liebfrauenplatz am Stand der Mainzer Winzer ist beendet.
16:30 Uhr, das Besucherstrom Verwirbelungsfeld hat sich weitgehend aufgelöst, die Smartphone Dichte auf dem Liebfrauenplatz ist drastisch zurückgegangen und allem Anschein nach unter einen kritischen Punkt gesunken!
Das andauernde Aufheulen der Megaphon-Sirene, eine Vorahnung eines ernsten Kriegszustandes aufkommen lassend, ist nach gut 2 Stunde verstummt, welch eine Wohltat!
Ruhe kehrt wieder ein. Vereinzelt wagen sich auch wieder ältere Stadtbewohner in die vorige Ü35 NoGo-Zone.





Tja, was soll ich sagen: sind doch viele der jungen Weintrinker mit guter Kondition und Stehvermögen dann einfach weitergezogen, Richtung Rhein zum Weinstand am Fischtorplatz. Denn der hat ja noch geöffnet. Und ein neues, zusätzliches Verwirbelungsfeld ist am Entstehen, beginnt sich bereits einzunisten.