Freitag, 14. Januar 2011

Hochwasser am Rhein


Sozusagen bis zur Halskrause voll mit Wasser ist das Flußbett des Rheins. Anbei einige Bilder von der Mainz-Kasteler Rheinuferseite vom 14. Januar 2011.


Wo ist der Kasteler Sandstrand geblieben? Völlig von den Rheinfluten überschwemmt, ist er abgetaucht! Und über ihm schwappen der vom Wasser getragene Plastik-Wohlstandsmüll und Treibholz ans Ufer.


Hinzugefügt am 20.01.2011: Hier gibt es noch ein Video als Zugabe:

Donnerstag, 13. Januar 2011

Pater Anselm Grün in Mainz


(Bild: Wikipedia. By SirLuetzow, via Wikimedia Commons, modifiziert)

Eine beeindruckende Zahl von Menschen fand am Donnerstag Abend den Weg in die Phönixhalle in Mainz-Mombach. Die Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt, alle Stühle besetzt. Nach Angaben der Veranstalter waren etwa 1.900 Zuhörer gekommen, um den Worten des Benediktinerpaters Anselm Grün zu lauschen, der auf Einladung der Sparkasse Mainz zum Thema ""Werte machen das Leben wertvoll"" einen Vortrag hielt. Die eher kargen Räumlichkeiten der Phönixhalle erhielten viele rote Farbtupfer durch die Werbebanner der Sparkasse Mainz; aus wirklich keiner Perspektive konnte man dies übersehen!

Gegen 20 Uhr wurden einige Zuhörer bereits ungeduldig und begannen schon mal fordernd zu klatschen. Dafür wurden sie dann zunächst mit dem neuen Imagefilm der Sparkasse Mainz belohnt, der von 2 Projektoren auf Leinwände über der Bühne projiziert wurde. Auch ein Commercial hat halt seinen Wert und Platz in einer solchen Veranstaltung.

Danach sprach das Vorstandsmitglied Hans-Günter Mann einleitende Worte und stellte den 1945 geborenen Pater anhand einiger Stationen seines Lebens vor. Und erwähnte, daß Pater Anselm Grün am folgenden Tag, dem 14. Januar 2011 seine 66. Geburtstag feiert. In der Überleitung zum Vortrag von Pater Anselm sagte er: heute solle es mal nicht um die materiellen Werte gehen, denn auch die immateriellen Werte wären wichtig.

Anselm Grün sprach dann etwa 50 Minuten zu den gebannt lauschenden Zuhörern und konnte auf vielen Ebenen Impulse zum Nachdenken setzen. Dazu zitierte er neben dem Ordensgründer Benedikt von Nursia immer wieder Psychologen und Philosophen. Zunächst befaßte er sich mit dem Begriff "Wert". „Werte sind Kraftquellen. Wir brauchen Werte als Quellen, aus denen wir leben - als kraftvolle Quellen der Gesundheit.“ „Die Beachtung von Werten, das ist Menschenwürde, und die Mißachtung von Werten, das ist die Mißachtung des Menschen“.
Dann wurden von ihm Werte wie Gerechtigkeit, Tapferkeit, Maßhaltigkeit und Klugheit angesprochen und erläutert. Gerechtigkeit bedeutet, dem Menschen und seinen individuellen Fähigkeiten gerecht zu werden“. Wer den eigenen Wert nicht richtig einschätzt/kennt, kann auch andere Menschen nicht richtig schätzen. Auch sollen die eigenen Werte verteidigt werden, und nicht im Zeitalter der Globalisierung der Beliebigkeit preisgegeben werden. Vertrauen in das Gute im Anderen und stets die Hoffnung bewahren waren weitere Punkte seiner Ausführungen. Und was Bildung anbelangt: wir sollen darauf achten, uns gute Bilder zu suchen, um sie uns einzubilden und uns damit auszubilden.

Lebendige Rituale im Leben öffnen und schließen Türen. Durch sie entsteht ein geschützter Raum und eine heilige Zeit, die heilend wirkt. So ist es hilfreich, mit einem Ritual den Arbeitstag zu beschließen, aber: „viele schließen diese Tür nicht ab, nehmen ihre Arbeit mit nach Hause“. Dann herrscht Durchzug ..."

Zu den verschiedenen Aspekten hatte Pater Anselm reichhaltig Anekdoten aus seinen vielfältigen Seminaren bei kirchlichen Institutionen, Firmen und Banken.

Im Anschluß an die Rede von Anselm Grün und dem Dank durch Vorstandsmitglied Frau Kölzer-Spitzkopf gab es dann zum Ausklang auf Einladung der Sparkasse Wein und Brezeln. Und wer wollte, konnte im Foyer am Bücherstand Büchern von Anselm Grün kaufen und sie von ihm persönlich signieren lassen.

Alles in allem ein schönes Erlebnis und ein großer Erfolg für die veranstaltende Sparkasse, die anfänglich mit etwa 350 Teilnehmern im ursprünglich dafür vorgesehenen Frankfurter Hof gerechnet hatte.

Eine Veranstaltung der Sparkasse Mainz, eine volle Phönixhalle, ein Benediktinermönch mit hoher Anziehungskraft spricht zu 1900 Menschen. Und was passiert zeitgleich im Dom in Mainz? Ich beginne darüber nachzudenken, wieso eine solche Veranstaltung nicht auf Einladung des Bistums Mainz im Mainzer Dom stattfinden kann. Wurde da nicht vor kurzem im Dom eine neue Medienanlage installiert?

Bevor ich es vergesse: Anselm Grün hielt letztes Jahr, am 22. September 2010 einen Vortrag zum Thema “Befrei mein Herz von der Angst" in der Christuskirche in Mainz.

Es gibt durchaus auch kritische Stimmen, die sich zu manchen Benediktinermönchen als Medienstars äußern. Z. B. diese hier.
Oder diese hier zu Anselm Grün als "Rendite-Pater".

Mit dem Thema "Werte machen das Leben wertvoll" ist der vielgefragte Author und Vortragsredner Pater Anselm schon länger in gefüllten Sälen unterwegs. Hier ist der Link zu einem Bericht über den im September 2010 gehaltenen Vortrag in Wirges und hier zu einem Bericht über den am 10. Januar 2011 in Esslingen gehaltenen Vortrag.

Was so garnicht zur Sprache kam: "Vix pervenit" ist der Titel einer Enzyklika, die von Papst Benedikt XIV. am 1. November 1745 in Rom veröffentlicht worden ist. Welchen Wert hat diese Enzyklika heutzutage für einen katholischen Christen?
Die Enzyklika befasst sich mit der Frage, ob es einem Christen erlaubt ist, für ein Darlehen Zinsen (usura) zu nehmen. Die Antwort ist ein radikales Nein - nicht nur zum Wucher, dem überhöhten Zins. (Aus Wikipedia).

Zitat: "I. Die Sünde, die usura (Zinsnehmen, Wucher) heißt und im Darlehensvertrag ihren eigentlichen Sitz und Ursprung hat, beruht darin, daß jemand aus dem Darlehen selbst für sich mehr zurückverlangt, als der andere von ihm empfangen hat und zu diesem Zweck aufgrund des Darlehens selbst irgendeinen Gewinn über die Stammsumme hinaus als geschuldet beansprucht. Denn der Darlehensvertrag verlangt seiner Natur nach lediglich die Rückgabe der Summe, die ausgeliehen wurde. Jeder Gewinn, der die geliehene Summe übersteigt, ist deshalb unerlaubt und wucherisch."

Mehr dazu hier und hier.

Vielleicht braucht die katholische Kirche doch die Hilfe der Mnemosyne, um sich wieder an ihre eigenen Werte zu erinnern. Wie sagte doch Pater Anselm Grün: "Werte sind Kraftquellen. Die Beachtung von Werten, das ist Menschenwürde, und die Mißachtung von Werten, das ist die Mißachtung des Menschen“.
-----------------------------------------------------
Hier gibt es noch ein Video zu Pater Anselm:



Und hier der Link zu dem Bericht über den Vortrag in Mainz in der "Allgemeine Zeitung" vom Samstag, 15.01.2011

Sonntag, 9. Januar 2011

Ein frühlingshafter Tag im Januar 2011!


Sonnig, mild, 14-16 Grad im Schatten in der Mainzer Innenstadt am 08. Januar 2011.
Die Stadt voller Menschen, die flanierend das milde Wetter genossen. Die Winterklamotten waren - zumindest für diesen Tag - fehl am Platz!
Die Sitzplätze im Freien waren gut besetzt! Anbei in Form eines Videos einige meiner persönlichen Eindrücke von diesem Tag in Mainz am Rhein:


Und dazu paßt doch bestens:

"Their hearts were full of spring":

Dienstag, 4. Januar 2011

Spendenaktion zugunsten "Reporter ohne Grenzen"

Der Fotoproduzent Robert Kneschke hat sich da vor Weihnachten etwas einfallen lassen. Siehe: "Meine weihnachtliche Spendenaktion".

Zitat: Als Stockfotograf, der bequem Werbefotos im Studio machen kann, bin ich privilegiert. Dafür bin ich dankbar. Es gibt genug Journalisten und Fotografen, die sich mit ihrer Arbeit täglich in Lebensgefahr begeben, weil sie beispielweise über Korruption, Verletzungen der Menschenrechte oder Kriege berichten.
Deshalb möchte ich dieses Jahr an “Reporter ohne Grenzen” spenden. Und ihr bestimmt die Summe!


Das läuft bis zum 5. Januar 2011 und so will ich ihm auch dabei helfen! :-)

Sonntag, 2. Januar 2011

Zinssystem und Staatsbankrott

Gibt es so etwas wie eine zyklische Dynamik von sich letztendlich selbst zerstörenden Währungssystemen?
Vielleicht für den ein oder anderen interessant sind diese Meinungen und Einschätzungen der derzeitigen Entwicklungen des europäischen Währungsssystems und der Staatsschulden:









"Die Macht hat, wer die Währung bestimmt", ist ein uralter Grundsatz der Politik und der Herrschaft. Stellt die Wahl der Währung aber nicht in sich ein dem Volk zugehöriges "Freiheitsrecht" dar? (aus: was ist Gold, was ist Geld?)

Über die "Herren der Geldschöpfung", wachsende Geldmengen und ebenso systembedingt durch Zins und Zinseszins wachsende Schulden sowie die anscheinend zyklische Dynamik von sich letztlich selbst zerstörenden Währungssystemen gibt es eine sehr ausführliche Erklärung (mit Rechenbeispielen) hier in diesem Video, das fast eine Stunde dauert.

Artikel im Focus Money online: "Staatsschulden bedrohen Politik"

Artikel in der Wiener Zeitung vom 3.1.2011 zur Situation in USA: "Obama-Berater fürchtet Staatspleite"

Ebenfalls interessant finde ich die Gedanken der unter dem Namen "Schweizer Narr" schreibenden Person: Herrschaft des Marktes über die Politik

Gab es irgendwann zinsfreie Zeiten? Dazu gibt es z.B. eine Ausführung im Kapitel 5 "Der Zins in Vergangenheit und Gegenwart" des Buchs "Das Geld-Syndrom" von Helmut Creutz.

Tumorartige Selbstvermehrung der Geldvermögen – Ursache der Finanz- und Wirtschaftskrise







Unser Geldsystem - Ein System mit Verfallsdatum:




Warum ist Geld der Arbeit und den Gütern überlegen? (aus Helmut Creutz: "Das Geld Syndrom")

Stellen wir uns einmal drei Wanderer vor, die abends müde und hungrig in ein Dorf kommen und sich auf ein gutes Essen freuen. Der erste der drei hat noch einen 20-Mark-Schein in der Tasche, der zweite einen Korb frischer Pilze, die mindestens 20 Mark wert sind, und der dritte rühmt sich seiner Fähigkeit, in einer Stunde für mehr als 20 Mark Holz schlagen zu können.
Derjenige mit dem Geldschein wird im nächsten Gasthaus seinen Hunger problemlos stillen können. Der Pilzsammler wird nur dazu kommen, wenn er einen Abnehmer für seine Ware findet. Noch schwerer hat es der dritte im Bunde, denn ob am Abend noch jemand eine Arbeitskraft zum Holzhacken sucht, ist zweifelhaft.

Noch plastischer ist vielleicht ein anderer Vergleich: Man stelle sich vor, daß die Türen eines Panzerschrankes mit 10000 Mark für 14 Tage geschlossen werden, ferner die Türen einer Markthalle mit Waren im Wert von 10000 Mark und die Türen eines Zimmers, in dem sich fünf Menschen aufhalten, die in 14 Tagen normalerweise 10000 Mark verdienen. Öffnet man die Türen nach l4 Tagen, dann sind die fünf Insassen des Zimmers wahrscheinlich tot, die Waren in der Markthalle zum größten Teil verdorben, die Geldscheine im Tresor aber so frisch wie eh und je.

Geld ist also - im Gegensatz zu der Auffassung von Marx und anderen Ökonomen - keinesfalls ein "Äquivalent" für Waren un Arbeit, sondern diesen weit überlegen. Der Verfassungsrechtler Dieter Suhr hat Geld darum als "Joker" im Wirtschaftsgeschehen bezeichnet, als die überlegene Spielkarte, die alle anderen aussticht und die jedermann solange wie möglich zurückhält, weil sie durch diese Verknappung nur noch wertvoller wird.

Samstag, 1. Januar 2011

Neujahrsumzug 2011 der Mainzer Fastnachtsgarden


Alle Jahre wieder am 1.1., um 11:11 beginnend: der Neujahrsumzug der Mainzer Fastnachtsgarden zu Beginn der närrischen 5. Jahreszeit. Hellgraue dichte Wolkendecke, anfangs fielen noch ein paar nasse Schneeflocken, dann regnete es leicht, später war es dann trocken und es wurde zunehmend heller. Temperaturen bei 1-3 Grad.

Anbei ein Video vom Umzug durch die Neustadt:



Weitere Bilder vom Umzug:










Freitag, 31. Dezember 2010

Jahresende


Bilder vom 31.12.2010 aus der Innenstadt von Mainz. Grauer, trister Himmel, um die 0-1 Grad Celsius, überall noch Schneereste, Jahresendstimmung.




Schluß jetzt, wir machen zu, das Jahr ist gelaufen!