Dienstag, 28. Oktober 2008

Ausflug nach Nierstein am Rhein


Samstag, 25.10.2008, schönstes sonniges Wetter, wie am Tag zuvor auch! Goldener Oktober! Also mal wieder raus aus Mainz, am Rhein entlang Richtung Süden. Vor Nierstein halte ich an, prachtvoll gelb-braun und rot gefärbtes Laub prägt die Landschaft direkt am Rhein (zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!):




In der warmen Sonne gehe ich auf Motivsuche in den Wingerten am "Roten Hang".


Was mir dabei etwas unangenehm auffällt: die B9 ist sehr stark befahren, einige Motorradfahrer rasen trotzdem lautstark mit unglaublicher Geschwindigkeit auf der geraden Strecke entlang des Rheins dahin und veranstalten m.E. wahnwitzige Überholmanöver. Wohl eine der letzten Gelegenheiten in diesem Jahr, sich an einem sonnigen Tag noch "schnell" krankenhausreif zu fahren.

Während ich die Gegend nach Motiven absuche, fahren hintereinander mehrere Traktoren mit Anhängern voller Leute durch die Wingerte am Roten Hang, eine der touristischen Attraktionen von Nierstein.


Anbei einige weitere Fotos von der schönen Herbststimmung am Rhein und am Roten Hang.




Später bin ich dann weiter bis nach Nierstein gefahren, wollte dort am Imbißstand eine Wurst essen. Nach dem längeren Aufenthalt in Griechenland war ich richtig wild darauf, mal wieder eine Currywurst mit Pommes zu essen. Nix war, Würste waren gerade alle ausgegangen, die letzten 2 hatte doch tatsächlich das direkt vor mir stehende Pärchen bekommen. Da mußte dann eben 'ne Frikadelle mit Pommes, verzehrt in der spätnachmittaglichen Sonne, reichen! Mit schönem Ausblick auf den Rhein bei Nierstein:


Mir gegenüber, auf der anderen Strassenseite und schon im kühlen Schatten, saßen viele und aßen ihre Portion Eiscreme!

Auf dem Rückweg nach Mainz nochmal vorm Roten Hang angehalten, letzte Chance bevor die Sonne hinter den Hügeln verschwand:



Zufall oder nicht? Gestern habe ich in einer Mainzer Buchhandlung das gerade neu erschienene Buch von Thomas Ehlke "Mythos Roter Hang" entdeckt. Das mit vielen Fotos bebilderte Buch über Niersteins Roten Hang enthält auch die Geschichte von Nierstein und Geschichten über Nierstein und seine Winzer.

Montag, 27. Oktober 2008

Mainz Mitte Oktober 2008


Anbei meine ersten Eindrücke vom herbstlichen Mainz. Die tiefer stehende Sonne mit den entsprechenden Schatten und das sich nun überall färbende Laub geben der Stadt ein anderes Aussehen.

Baum in der Adam-Karillon-Strasse:


Laub unter den Bäumen des Kaiser-Wilhelm-Rings in der Neustadt.


Blick entlang des Grünstreifens in der Kaiserstrasse:


Haus an der Ecke Kaiserstrasse - Neubrunnenstrasse:


Sonnenhungrige im Café am Schillerplatz und am Fastnachtsbrunnen:



sowie in der Ludwigstrasse und auf dem Gutenbergplatz vor dem Theater:




Die Sonne geht weg, in den Schatten wird es schnell kühl. Blick vom Schillerplatz nach Westen in die Emmeranstrasse.


Verkehrsreiche Zone um den Hauptbahnhofsvorplatz:



Mir wird es etwas zu kühl, Erinnerungen an heiße mediterrane Gefilde werden wach. Also, ein warmes Plätzchen gesucht. In der Steingasse werde ich fündig und wärme mich bei einem Kaffee und angenehmer Unterhaltung wieder auf:

Ja klar, wieder zurück in Deutschland



Wieder zurück in Deutschland, wieder zurück in Mainz. Woran ich das sofort erkannt habe? Na, erstmal an der leichten Temperaturdifferenz :-) und dem grauen Himmel!

Und dann, beim ersten Gang in die Stadt, erregten am Neubrunnenplatz Plakate meine Aufmerksamkeit, u.A. eines mit einem gold-metallisch glänzenden Helm. Zuerst dachte ich, ich hätte "Zum Frühstück nur Altmetall" gelesen. ;-) Aber nein, es war ein Hinweis auf eine Ausstellung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und hieß richtig: "Vom Prunkstück zum Altmetall".

Auf allen Plakaten prangte, für mich ein Willkommensgruß richtig deutscher Lebensart, ein Siegel mit dem Text "Plakatierung genehmigt", ganz exakt auch noch mit Datum und Unterschrift:



Ich war beruhigt. Es ist alles geregelt, alles wird gut, ich bin wieder in Deutschland.

Unterwegs in warmen Gefilden


Rückblick auf den Sommer 2008:
Das ist schon irre! Ich fahre von Mainz aus mit der Bahn 30 Minuten zum Frankfurter Flughafen, setze mich in ein Flugzeug (Fensterplatz natürlich!), fliege 2 Stunden und 50 Minuten und bin direkt in einer ganz anderen Welt: auf der Insel Samos in Griechenland! Nach dem Warten am Band auf mein Gepäck nochmal weitere 8 Minuten Fahrt mit dem Taxi und ich stehe in einem blühenden Garten:


Umgeben von gleißendem Licht, Lufttemperaturen meist bei 33-36 Grad Celsius, wunderschönen mediterranen Landschaften und Stränden. Und es gibt dort Feste, die erst so richtig ab 22 Uhr abends losgehen. Dann nämlich beginnen die Musiker auf dem Platz mitten im Ort lautstark zu spielen, und das kann bis morgens um 5 oder 6 Uhr andauern !
Man stelle sich das mal in Mainz vor, z.B. bei der Johannisnacht!

Anbei noch ein Photo von dieser schönen Zeit in der Ostägäis:


Da hier in diesem Blog Mainz und Umgebung das zentrale Thema sein soll: wer mehr vom warmen Süden erfahren möchte, kann dies - in englischer Sprache - nachvollziehen unter:
Samos 2008
und unter:
Samos-Images

Rückblick: Mainz Anfang August 2008


Bestes Fotografierwetter und was mache ich? Ich renne am Nachmittag durch die Stadt, mache die letzten Einkäufe und muß anschließend noch weiter packen, denn morgen geht es los, ich bin einfach "reif für die Insel".

Schaffe es dennoch, mit meiner Schnappschußkamera einige Fotos von Mainz an diesem wunderschönen Nachmittag des 4. August 2008 zu machen.



Donnerstag, 31. Juli 2008

Rattlesnake Smoke


Sieht so aus, als ob dieser Mann - öffentlich eine Zigarette genießend - sich im Interview glücklich darüber äußern würde, daß das Rauchverbot in Eckkneipen erstmal wieder aufgehoben wurde.

Weit gefehlt! In Wirklichkeit genießt hier ein Musiker eine Zigarette, nachdem er mit seinen 5 Kollegen für 2 Stunden am Fastnachtbrunnen auf dem Schillerplatz trotz der Hitze Strassenmusik gemacht hat.

Ich kam - an einem leckeren Himbeer & Joghurt Eis schleckend - just zu dieser Zeit am Fastnachtsbrunnen vorbei und hörte 2 Stücken des "Rattlesnake Orchestra" zu.


Aber gerade als ich endlich mit dem Eis fertig war und zur Kamera griff, war der Auftritt zu Ende, so was! Nur in der Zeit von 16 bis 18 Uhr ist Strassenmusik in Mainz erlaubt, wie mir einer der Musiker erzählte.


Das Mainzer "Rattlesnake Orchestra"! Die Musiker haben ein wenig Werbung für sich gemacht und Videoaufnahmen. Und dafür "unplugged" an der frischen Luft geprobt, denn demnächst wollen sie auf ihre "RamTamTam Tour 2008" durch Frankreich gehen!





Die Homepage dieser Band ist erreichbar per folgendem Link:
http://www.rattlesnakeorchestra.com/

Bilder von Auftritten gibt es hier:
http://www.zentralstudio.de/goodies/livepix/2008/2008_06_14_m8/htm/061_650.htm

"Rattlesnake". Klar, Klapperschlange! Aber da fiel mir doch noch folgende musikalische Erinnerung dazu ein: das Lied "Rattlesnake Shake" von den Ur-Fleetwood Mac mit dem Klassegitarristen Peter Green. Lang ist's her, so um 1968 bis 1970.



Sonntag, 27. Juli 2008

Gefährliche Kreuzung / David gegen Goliath



Rummms, da hat es wieder mal gekracht. So gegen 22:30 Uhr. Wie ich vom Besitzer der nahegelegenen Café-Bar hörte, an diesem schwülheißen Tag, dem 26. Juli 2008, zum zweiten Mal und dazu noch ein weiterer Beinahunfall!

Diese Kreuzung Kaiser-Wilhelm-Ring und Josefstraße hat es in sich. Mehrmals am Tag heftige Bremsmanöver der Strassenbahnen und Busse. Autofahrer, die anscheinend allzugerne mal was riskieren wollen oder aber unachtsam bzw. gedankenverloren viel zu schnell in diese Kreuzung einfahren.

Strassenbahnen oder Busse, die schnurgerade lange Strecke (Rennstrecke?) vom Bahnhof eilig herkommend, gegen Autos oder Motoradfahrer. Vom Kräfteverhältnis her klar, wie der Ausgang eines solchen ungewollten Treffens sein wird.
Wer z.B. von der Boppstrasse abbiegt und in das kurze Stück der Josefstrasse bis zum Kaiser-Wilhelm-Ring einfährt, sollte wissen, daß er direkt vor sich eine saugefährliche, da schlecht einsehbare Kreuzung hat. "If you are in a hurry, drive slowly!"

Der Autofahrer hatte Glück im Pech, er blieb unverletzt, die Energie wurde von Karosserie und Motorblock aufgenommen, allem Anschein nach Totalschaden. Das Auto wurde auf ein Schild geschoben und dabei der Schildmast umgeknickt. Die Strassenbahn sah nur ein wenig angekratzt aus, aber ich möchte nicht wissen, mit welchem Gefühl sich die Fahrer von Bussen und Strassenbahnen immer wieder dieser seit Jahren bekannten gefährlichen Kreuzung nähern. Da bleibt kaum Zeit zum Reagieren, wenn jemand hier die Vorfahrt der öffentlichen Verkehrsmittel nicht beachtet.
Das Fatale dabei ist, daß die vom Bahnhof her kommenden Busse und Strassenbahnen bei einem Unfall direkt auf die Fahrerseite der Autos einwirken.

Natürlich kann man nicht alles per Ampeln regeln, aber die Unfallstatistik dieser Kreuzung müßte doch für sich sprechen.